Lobisheim, ein Schauplatz in Rheinhessen?
Die Einwohner meines Heimatdorfes werden die Kirche auf dem Bild unten sofort erkennen und sagen: „Das ist nicht Lobisheim! Das ist die katholische Kirche von Lonsheim. Und außerdem: Lobisheim gibt’s doch gar nicht!“
Und sie haben Recht. Das Dorf Lobisheim ist frei erfunden. Aber warum überhaupt ein Dorf, das es gar nicht gibt? Und was haben ferne Galaxien damit zu tun?

Für meinen Roman „Das rätselhafte Drachenmal“ brauchte ich ein idyllisches Dorf in Rheinhessen. Was läge da näher, als meinen eigenen Wohnort Lonsheim zu nehmen? Da kenne ich mich aus.
ABER…
Meine Protagonistin Dorotea geht im Schlosspark spazieren. In Lonsheim gibt es eine Schlossgasse. Es soll laut einer alten Karte sogar mal eine Burg gegeben haben, aber davon ist weit und breit nichts mehr zu sehen. Mit Sicherheit besaß die Burg auch einen Garten, aber der Karte nach war es ein quadratischer, formell angelegter Bereich mit geraden Kieswegen und exakt beschnittenen niedrigen Hecken.
Der Schlosspark in meiner Geschichte sieht ganz anders aus: Wege schlängeln sich zwischen uralten Bäumen hindurch und geben immer wieder den Blick frei auf weitläufige Wiesen. Im Frühling säumen blühende Büsche die Wege, im Sommer laden die Wiesen zum Sonnenbaden ein und im Winter knirscht der Schnee unter deinen Schuhen…
Die in Lonsheim vorhandenen Gegebenheiten übernehmen und einfach „ein bisschen Geschichte dazuerfinden“ ging also nicht.
Ein weiteres Problem war die Gärtnerei, die Ella, Doroteas Adoptivmutter, im Roman betreibt. In Lonsheim und in der näheren Umgebung gibt es keine Gärtnerei, die ich einfach so als Vorlage hätte nehmen können.
Weltenbau im Kleinen
Also musste ich das Dorf neu erfinden.
Gefühlt endet jeder zweite Ortsname in Rheinhessen auf -heim. Daher war es klar, dass der Name meines Fantasiedorfes ebenfalls auf -heim enden musste. Die Endung stand also fest, jetzt fehlte nur noch der erste Teil. Ich probierte ein bisschen herum mit verschiedenen Buchstabenkombinationen, bis „Lobisheim“ auf dem Zettel stand.
Fun Fact: im Roman beschreibe ich einmal den Weg von Lobisheim zur Gärtnerei. Es ist ungefähr der Weg von Lonsheim via Flonheim nach Armsheim. Aber dort, wo ich die Gärtnerei platziert habe, gibt es in Wahrheit nur Felder. Kein einziges Gebäude und schon gar keine Gewächshäuser…
Und da ist noch das Haus, das Ella an ihre Stieftochter Dorotea vererbt. Es liegt gegenüber dem Schlosspark, ein vornehmes Gründerzeit-Haus in einer Villengegend. In Lonsheim gibt es ein Haus, das „die weiße Villa“ genannt wird. Aber ein Haus reicht für eine Villengegend nicht aus. Also musste ich auch diese Gegend erfinden.
Warum nicht trotzdem Lonsheim?
Man könnte meinen, ich hätte einfach die realen Gegebenheiten akzeptieren und in Lonsheim bleiben können. Ich hätte die Geschichte ja so schreiben können, dass die Schauplätze in die Realität passen.
Aber für mich ist die Freiheit, die mir ein erfundener Ort bietet, wichtiger als die exakte Übereinstimmung mit den lokalen Örtlichkeiten. Lobisheim erlaubt mir, die Atmosphäre zu schaffen, die ich mir für „Das rätselhafte Drachenmal“ wünsche. Es ist eine eigene kleine Welt voller Schauplätze, die die Handlung lebendig machen, und ich kann Dinge hinzufügen oder weglassen, wie es mir gerade passt.
Das Schöne an einer erfundenen Kulisse ist, dass man sich die Welt so gestalten kann, wie man sie gerade braucht!
Lobisheim gibt es nicht in der realen Welt. Das Dorf ist ein Schmelztiegel aus mehreren rheinhessischen Dörfern – ländlich und gemütlich, historisch und lebendig, traditionsbewusst und modern. Kurz gesagt: die perfekte Kulisse für einen spannenden, zeitgenössischen Abenteuerroman garniert mit einer Prise Magie.
Weltenbau im Großen
Die Welt meines Romans ist aber noch viel, viel größer als dieses fiktive Dorf. Meine Protagonistin Dorotea begegnet im Schlosspark einem Mann, der behauptet, von einem fernen Planeten zu kommen.
Wie würdest du reagieren, wenn jemand so etwas behauptet? Wahrscheinlich genauso wie Dorotea: das gibt es doch gar nicht! Möglicherweise wirst du (und Dorotea) eines Besseren belehrt…
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