Mal wieder keine Zeit?

Jeder Tag hat vierundzwanzig Stunden und jede Stunde hat sechzig Minuten. Das ist nichts Neues.

Jede Stunde, jede Minute ist gleich lang. Und doch kommt es uns manchmal vor, als würden sich einige Minuten ins Endlose dehnen, während eine Stunde vorbeifliegt wie sonst ein paar Sekunden.

Vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel in der Zeitung gelesen, der sich mit dem Thema Zeit beschäftigte. Wie und womit wir unsere Zeit ausfüllen, hat demnach Einfluss auf unser Zeitempfinden. Stehen wir im Stau und sind zur Untätigkeit verurteilt, kommt uns die Zeit sehr lang vor. Sind wir mit einer Sache beschäftigt, die uns Spaß macht, vergeht die Zeit wie im Fluge.
Ein anderer Aspekt ist Routine. Tage zu Hause mit Einkaufen, Waschen, Bügeln und Kochen lassen die Zeit kürzer erscheinen; erleben wir viel Neues, kommt uns die gleiche Zeitspanne länger vor.

Im Jahr 2018 ist in meinem Leben sehr viel passiert, beruflich und privat. Aber kam mir das Jahr deshalb länger vor? Ehrlich gesagt: nein. Im Gegenteil. Es ging unheimlich schnell vorbei.

Ist die These also falsch?

Nicht unbedingt. Ich habe viel hineingepackt in dieses Jahr, aber es gab auch Situationen, in denen ich unfreiwillig warten musste. Und diese Zeiten des Wartens kamen mir echt lang vor!
Außerdem sind einige Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, unerledigt geblieben. Auch das könnte das Gefühl erweckt haben, dass ich zu wenig Zeit hatte, dass die Zeit zu schnell vergangen ist.

Geht es Dir genauso? Hast Du einen Plan, wie es 2019 anders werden soll?

Ich bin mir noch nicht sicher, was ich in dieser Hinsicht unternehmen werde. Einige Ziele für mein schriftstellerisches Leben habe ich schon mal (für mich) formuliert. Ich werde daran arbeiten, sie zu erreichen, aber ich werde nicht an ihnen kleben.
Und weißt Du was? Ich finde das gar nicht schlimm. Man soll sich schließlich nicht zu sehr unter Druck setzen. Und es gibt ja noch etwas anderes im Leben außer Arbeit, nicht wahr?
Man sollte mit den Menschen, die uns am Herzen liegen, möglichst viel Zeit verbringen, denn wir wissen nicht, wie lange wir dies noch können. Das soll jetzt nicht düster oder prophetisch klingen, nur realistisch.

Wenn wir also ein Ziel für 2019 definieren, das wir unbedingt erreichen sollten, dann ist es dieses:
“Ich will Zeit an Menschen verschenken, die es mir wert sind.”

Für meine Leser investiere ich jeden Tag Zeit – weil es Spaß macht und weil Ihr es mir wert seid. Im nächsten Jahr werde ich das ebenso tun wie in den vergangenen Jahren.
Neben Büchern schreibe ich regelmäßig Blogartikel wie diesen und alle zwei Monate einen Newsletter. Ich lade Dich hiermit herzlich ein, am schriftlichen Ergebnis meiner Zeit teilzuhaben… einfach hier klicken.