Ich bin ein Buch – holt mich hier raus!

Stell Dir vor, Du fliegst ein einmotoriges Flugzeug über unwegsames Gelände und plötzlich versagt der Motor. Der Treibstofftank ist leer. Der Motor knattert und spuckt und bleibt schließlich ganz stehen. Du kannst gerade noch auf einer von der Holzmafia illegal gerodeten Lichtung im Urwald landen.

Wenn Du jetzt glaubst, Du würdest hier einen Mafia-Thriller zu lesen bekommen, muss ich Dich leider enttäuschen…

Stell Dir also weiter vor, Du stehst mitten im Urwald und willst zurück nach Hause.

 

Du weißt allerdings, dass Du mehrere Tage brauchen wirst, um aus dem Urwald wieder herauszukommen. Du wirst unterwegs nicht verhungern wollen. Kein Problem. Der Urwald bietet schließlich jede Menge Früchte.

Aber welche Früchte kannst Du bedenkenlos essen? Welche sind giftig?

Wenn Dir der Lesestoff ausgeht und Du ein neues Buch suchst, kann es Dir genauso ergehen wie in jenem imaginären Urwald. Du stehst in einem Dschungel voller Bücher und hast keine Ahnung, welches Du als nächstes lesen sollst. Es gibt so viele Bücher und Du willst einen Fehlgriff vermeiden. Man müsste die Auswahl irgendwie eingrenzen.

Wäre es nicht toll, wenn es jemanden gäbe, der schon mal eine Banane gegessen hat und Dir sagen könnte, dass sie gut schmeckt? Oder jemanden, der Dich davor warnt, die hochgifitgen Samen des Wunderbaums zu essen?

Solche Menschen gibt es!

Es sind die, die ein Buch schon gelesen haben und eine Rezension geschrieben haben.

Schau Dir das Foto an und sag mir ganz ehrlich: Welches Buch würdest Du kaufen?

Solltest Du jetzt mein Buch gewählt haben, würde mir das zwar schmeicheln, wäre aber dennoch fern der Realität.

Die Realität ist, dass potentielle Käufer immer Erfahrungsberichte lesen, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden. Das gilt für eine Waschmaschine, genauso wie für ein Fernsehgerät oder ein Buch.

Was denkst Du, wenn Du ein Buch siehst, das nur drei oder fünf Rezensionen hat?

Hand aufs Herz und ganz ehrlich, bitte!

„Fünf Rezensionen? Eine von Schatzi, eine von Mutti, eine von Tante Rosi und zwei von den besten Freundinnen… das kann doch nur ein Flop sein!“

Und das, was dann passiert ist ein Drama: Du kaufst das Buch nicht, weil Du glaubst, Dir damit einen Reinfall zu ersparen.

Nachvollziehbar, nicht wahr?

Aber für uns Autoren eine Katastrophe.

Es ist ja nicht so, dass es keine Leute gäbe, denen das Buch gefallen hat. Im Gegenteil. Hier ein Beispiel:
Eine Bekannte schreibt mir, wie begeistert sie von meinem Buch ist. Ich danke ihrerfreut und bitte sie, ihrer Begeisterung in einer Rezension Ausdruck zu verleihen.
Und was antwortet sie?
Och, eine Rezension… ich weiß gar nicht, was ich da scheiben soll.
Oder: sowas hab‘ ich noch nie gemacht.
Oder: ja, klar! Mache ich gleich heute Abend.

Und was passiert? Nichts.

Dabei ist es gar nicht so schwer, eine Rezension zu schreiben. Sie muss ja nicht fürs Feuilleton der FAZ taugen; sie soll einfach Deine Eindrücke wiedergeben.

Klar, es gibt zahlreiche Buchblogger, die auf absolut professionelle Art und Weise ein Buch besprechen. Logisch, dass wir Autoren uns über solch ausführliche Rezensionen freuen. Aber so kann natürlich nicht jeder Leser rezensieren. Das verlangt keiner von Dir.

Wenn Du sagen oder mailen kannst, wie Dir mein Buch gefallen hat, dann schreib genau das auch in eine Rezension – nicht als Kulturredakteur, sondern als Privatmensch. Keine hochgestochenen Formulierungen, sondern in Deinen Worten.

Nun? So schwer ist das gar nicht, oder?

Wenn Du eine Rezension schreibst, tust Du gleich mehrfach Gutes:

1. Die Autorin/der Autor freut sich über Dein Feedback
2. Zukünftige Leser können besser beurteilen, ob sich der Kauf für sie lohnt oder nicht
3. Du zeigst Mut, indem Du Deine Meinung äußerst und
4. Du gehörst ab sofort zu einem exklusiven Kreis von Experten über dieses Buch

Mit ein paar Zeilen kannst Du Dir und anderen Gutes tun!

Wie wär’s mit: jetzt gleich? Dann hier entlang bitte!

Deine Autorin aus dem Dschungel

 

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